Das umfassende Ratgeber zu Sonnencremes

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die vornehme Blässe in der gehobenen Gesellschaft In. Gebräunte Haut fand sich nur in der Arbeiterklasse. Einige Zeit später änderte sich dieses Schönheitsideal und die gebräunte Haut wurde salonfähig. Damit begann jedoch auch, der Sonnenbrand ein zunehmendes Problem zu werden. Im Jahr 1933 war es dann soweit und die erste moderne Sonnencreme auf UV-Filterstoff-Basis kam unter dem Namen „Delial Salbe“ auf den Markt.

strand-schoene-frau-mit-sonnencremeWesentliche Aufgabe einer Sonnencreme ist der Schutz der Haut vor schädlicher UV-A- und UV-B-Strahlung. Dadurch werden auch aus dieser Strahlung resultierenden Folgen vermindert und sonnenbedingten Hauterkrankungen vorgebeugt.

Eine gute Sonnencreme zu benutzen ist das A und O beim Sonnenbad. Ohne diesen Schutz sind Hautrötungen, Sonnenbrand, Blasenbildung, Abschälung der Haut sowie als Langzeitfolge von zu vielen schweren Sonnenbränden sogar Hautkrebs möglich. Und auch auf die Alterung der Haut wirkt sich zu viel Sonneneinstrahlung ohne Schutz negativ aus.

Wichtig ist bei der Wahl des Sonnenschutzes auch, den eigenen Hauttyp zu kennen und den Sonnenschutz passend zu diesem auszuwählen. Die beste Sonnencreme ist nutzlos, achtet man nicht darauf ihren Lichtschutzfaktor dem Hauttyp anzupassen.
Grundsätzlich gilt hierbei: je heller der Hauttyp, desto höher der benötigte Lichtschutzfaktor. Auch sollte beachtet werden, Sonnencreme mit chemischen UV-Filtern bereits ca. 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen, damit sie ihre volle Schutzwirkung entfalten kann.

Mit der richtigen Sonnencreme steht dann einem entspannten, gefahrlosen Sonnenbad nichts mehr im Wege und man kann sich auf knackige, gesunde Bräune freuen. Aber bitte auch an die richtige After Sun Lotion nach dem Sonnenbad denken!

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe von Sonnencreme

Ihre schützende Wirkung erhält die Sonnencreme durch verschiedenste Inhalts- und Wirkstoffe, welche chemisch, organisch und mineralisch sein können. So beinhaltet jede Sonnencreme

  • Lichtschutzsubstanzen
  • Wasser
  • Fettsäuren
  • Diacylglyceride
  • Triacylglyceride
  • Antioxidantien
  • Silikonöle
  • Probylenglycol und
  • Glycerin.

Oft finden sich auch Vitamin C, Vitamin E und verschiedene Flavonoide in Sonnencremes. Sie unterstützen die Schutzwirkung der Sonnencreme vor schädlicher UV-Strahlung und vermindern das Risiko für daraus entstehenden Folgen wie Hautkrebs.

Organische Lichtschutzmittel und Filter dienen der Haut sowie dem Produkt selbst zum Schutz. Chemische Lichtschutzmittel sorgen dafür, dass die UV-Strahlung absorbiert oder reflektiert wird. Welche Inhalts- und Wirkstoffe in einer Sonnencreme erlaubt sind, ist in der Kosmetikverordnung geregelt. Dort sind alle zugelassenen Stoffe aufgeführt wie beispielsweise

  • Benzophenon 3, 4 und 5
  • Dimethicodiethylbenzalmalonat
  • Ethylhexylmethoxycinnamat
  • Octyltriazon
  • Polyacrylamidomethylbenzylidencampher
  • Salze und vieles mehr.

Die Weissfärbung der Haut bei der Verwendung von Sonnencreme geschieht durch den unlöslichen Lichtschutzstoff Titandioxid oder auch durch Zinkoxid. Bei diesen beiden Stoffen handelt es sich um sogenannte mineralische UV-Filter, welche sich auf die Haut legen und die Sonneneinstrahlung reflektieren.

Die beiden größten Vorteile der mineralischen UV-Filter sind die sofort eintretende Schutzwirkung nach dem Auftragen sowie die Tatsache, dass mineralische UV-Filter kaum Allergen und auch für Reaktionen mit anderen Inhaltsstoffen aufgrund ihrer chemischen Stabilität nicht anfällig sind. Jedoch benötigt es etwas Zeit, den weißlichen Film durch einreiben in die Haut zum Verschwinden zu bringen.

Nicht nur ein Sonnencreme Vergleich zeigte, dass der bestmögliche Sonnenschutz von Präparaten mit einer möglichst großen und vor allem durchdachten Kombination aus mehreren Lichtschutzfiltern erreicht wird.

Was sagt Stiftung Warentest?

Auch die Stiftung Warentest prüfte bereits Sonnencremes. Im Ergebnis dieses Sonnencreme Test 2015/2016 schnitten von insgesamt 19 getesteten Produkten mit einem Lichtschutzfaktor von 30 bis hin zu 50 lediglich 15 Sonnencremes gut ab. Bestandteile des Tests waren unter anderem der UV-A-Schutz, die Auftragfähigkeit der Creme sowie die Tatsache, wie lange der Sonnenschutz ein feuchtes Gefühl auf der Haut hinterlässt. Unter den getesteten Objekten befanden sich Sonnencremes aus der Tube, Pumpsprühflaschen sowie Aerosolsprays.

Die beiden mit dem Testergebnis „Mangelhaft“ bewerteten Produkte waren gleichzeitig auch die teuersten. Die schlechte Bewertung resultierte bei diesen Produkten aus einem zu geringem UV-A-Schutz sowie einem negativen Konservierungsbelastungstest. Bei diesem speziellen Test wird gezielt auf die Keimabwehr der Sonnencreme geachtet.

Hier zeigt sich mal wieder, teuer bedeutet nicht automatisch gut.

Erfreulich ist zu sehen, dass zwei der drei Testsieger aus dem Supermarkt- bzw. Discounterbereich stammen und preislich beide jeweils unter 2,00 Euro liegen. Die dritte Testsieger-Sonnencreme kommt aus dem Drogeriebereich und liegt den Preis betreffend angenehm unter 7,00 Euro.

Eine Empfehlung der Experten bezieht sich auf Sonnencreme-Sprays. Bei diesen wird geraten, die doppelte Menge zu verwenden, um einen ausreichenden Hautschutz zu erzielen.

Sonnencreme oder Sonnenmilch?

Oftmals für Verwirrung sorgen die verschiedenen Arten des beliebten Sonnenschutzes. Vor allem der Unterschied zwischen Sonnencreme und Sonnenmilch, sehen diese beiden Sonnenschutzprodukte doch fast identisch aus. Wo liegen aber nun die Unterschiede zwischen Sonnenmilch und Sonnencreme?

Sonnencreme besitzt einen größeren Fettanteil als Sonnenmilch. Dadurch ist sie vor allem für Sonnenhungrige perfekt geeignet, pflegt sie aufgrund ihres erhöhten Fettgehalts die Haut und bewahrt sie vor dem Austrocknen.

Aufgrund dessen, dass Sonnencreme mehr Fett als Wasser beinhaltet, verfügt sie über eine festere Konsistenz im Gegensatz zu Sonnenmilch. Dadurch erscheint das verteilen etwas schwerer und es dauert auch ein wenig länger, bis die Sonnencreme in die Haut einzieht.

Doch gerade die Versorgung der durch die Sonneneinstrahlung beanspruchten Haut mit reichhaltigen Fetten macht die Sonnencreme so beliebt. Und das vor allem bei Nutzern mit trockener Haut. Personen mit der Neigung zu fettiger Haut sollten hingegen besser zur Sonnenmilch greifen.

Sonnenmilch enthält einen größeren Anteil an Wasser als an Fett und ist somit für wirklich jeden Hauttyp bestens geeignet, egal ob trockene Haut, normale Haut, Mischhaut oder fettige Haut.

Im Gegensatz zu Sonnencreme ist Sonnenmilch flüssiger aufgrund des höheren Gehalts an Feuchtigkeit und lässt sich somit leicht verteilen und zieht angenehm schnell in die Haut ein.

Man sieht, so viele Unterschiede gibt es nicht zwischen Sonnencreme und Sonnenmilch. Am wichtigsten ist einfach, den eigenen Hauttyp zu kennen und dann danach zu entscheiden, welchen Sonnenschutz man bevorzugt, Sonnencreme oder Sonnenmilch.

Was zeichnet eine gute Sonnencreme aus?

Gute Sonnencreme zeichnet sich dadurch aus, dass nur hochwertige und natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden und auf unnötige Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet wird. Auch die Verwendung einer Kombination aus mineralischen und organischen UV-Filtern gehört zu den Kennzeichen einer guten Sonnencreme. Eine detaillierte und ausführliche Angabe aller Inhaltsstoffe auf der Verpackung ist bei einer guten Sonnencreme selbstverständlich.