Selbstbräuner

Selbstbräuner. Schon das Wort klingt irgendwie etwas schräg. Was ist das und was soll das eigentlich? Schließlich wird man doch auch in der Sonne braun! Aber die ist halt auch nicht immer da. Gerade in Deutschland ist Sonne ja eher Mangelware und wenn sie mal da ist, sitzt man meistens auch noch im Büro anstatt sich standesgemäß auf der Sonnenliege im heimischen Garten zu flätzen. Aber so ein gesunder, brauner Teint ist schon irgendwie toll und steht auch jedem gut zu Gesichte. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Selbstbräuner und Bräunungscreme zusammengetragen.

Braun werden ohne UV-Strahlen? Wie soll das denn gehen?

selbstbräuner oder sonnenSelbstbräuner bräunen, wie der Name schon andeutet, die Haut, ohne dass dafür UV-Strahlen notwendig sind. Wo andere sich für den kupferbraunen Teint in der Sonne bruzzeln lassen, trägt der blasse Büromensch einfach einen Selbstbräuner auf. Den Rest erledigt nicht etwa die Magie, sondern ein chemischer Prozess in der Haut, ausgelöst durch bestimmte Wirkstoffe im Selbstbräuner. Der Hauptwirkstoff ist dabei das sogenannte DHA (Dihydroxyaceton), welches chemisch mit Proteinen und Aminosäuren in der Hornhaut, also der obersten Hautschicht, reagiert. Durch diesen chemischen Prozess färben sich die Proteine und Aminosäuren eben in dieses gesund wirkende Braun, welches dem Menschen so gut steht. So einfach ist das und hat auch gar nichts mit Hexerei zu tun.

Bräunungsspray richtig verwenden

Leider ist der richtige Umgang mit Selbstbräunern gar nicht so einfach, wie es sich vielleicht zuerst anhört. Erstens gibt es ihn in verschiedenen Stärken und zweitens muss man sich darüber Gedanken machen, wie man ihn am besten aufträgt. Denn der größte Anfängerfehler ist meistens der, viel zu viel davon aufzutragen. Der zweite Fehler, dass man die Bräunungscreme zu unregelmäßig benutzt. Die Konsequenz: man sieht viel zu stark gebräunt aus, was absolut unnatürlich wirkt und aussieht, wie die hilflosen Versuche der Sonnenbank-Königinnen der 80er Jahre in Wanne-Eickel. Das ist stilistisch einfach ein absolutes No-Go. Wenn man den Selbstbräuner dann auch noch unregelmässig aufträgt, sieht man zudem noch aus wie ein Streifenhörnchen. Zu Karneval ist das vielleicht noch ganz originell, aber leider völlig alltagsuntauglich.

Die verschiedenen Selbstbräuner im Vergleich

Selbstbräuner gibt es in verschiedenen Formen und Konsistenzen. Es gibt ihn als Creme, als Gel, als Öl oder auch als Spray. Als Gesicht Selbstbräuner sollte man eine Creme verwenden, weil hier punktgenauer aufgetragen werden muss, für den Rest des Körpers bietet sich dagegen ein eher flüssiger Selbstbräuner, zum Beispiel als Selbstbräuner Öl oder als Spray, an. Es gilt auch zu bedenken, dass es Stellen am Körper gibt, die mehr Hornhaut als andere aufweisen. Die Knie und die Ellenbogen zum Beispiel reagieren auf den Selbstbräuner weitaus stärker als zum Beispiel die Bauchdecke. Ebenfalls sollte man wissen, dass man den Selbstbräuner alle paar Tage wieder neu auftragen muss, da sich die Hautzellen ja ständig erneuern und damit auch die braun gewordenen Proteine und Aminosäuren verschwinden. Ideal sind sogenannte Bräunungsduschen, welche immer mehr in Mode kommen. Dort stellt man sich wie in eine Duschkabine hinein und wird von allen Seiten gleichmässig mit Selbstbräuner eingesprüht. Wenn man alles richtig macht, sieht man aus, als käme man gerade aus einem zweiwöchigen Karibikurlaub.

Unterschied Sonnenöl und Selbstbräuner

Im Gegensatz zum Selbstbräuner, verfügt das Sonnenöl je nach Hersteller, auch über einen Lichtschutzfaktor. Dieser schützt den Körper vor gefährlicher UVA- und UVB Strahlung.