Sonnenmilch

Die Sonne ist schon etwas Wunderbares. Sie spendet Wärme und versorgt unseren Körper mit wichtigem Vitamin D. Und so ganz nebenbei hebt die Sonne auch die Laune.

sonnenmilch-am-strandSo viele positive Aspekte die Sonne und ihre auf uns wirkenden Strahlen auch hat, so gefährlich kann sie auch sein. Ein ungeschütztes Sonnenbad kann aufgrund der von der Sonne ausgehenden UV-A- und UV-B-Strahlung schnell einen schmerzhaften Sonnenbrand zur Folge haben. Und auch die Langzeitfolgen von zu häufigen Sonnenbränden sind nicht ohne, steigert ein Sonnenbrand doch das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Doch gibt es keinen Grund, sich jetzt aus Angst vor Sonnenbrand im stillen Kämmerlein zu verschanzen. Schließlich gibt es eine schier unendliche Auswahl an Sonnenschutzprodukten auf dem Markt. Von Sonnenmilch, über Sonnencreme und Sonnenspray bis hin zu Sonnenöl ist alles zu finden.

Bevor man jetzt jedoch ausführlich auf das Thema Sonnenmilch zu sprechen kommt, gibt es wahrscheinlich eine kleine Verwirrung aufzuklären. Oft ist es recht Unklar, was denn der Unterschied zwischen Sonnenmilch und Sonnencreme ist. Sind die beiden Sonnenschutz-Produkte was das Aussehen betrifft sehr ähnlich, stehen viele Sonnenanbeter oft recht ratlos vor den Regalen und wissen nicht, zu welchem Produkt sie nun greifen sollen.

Der kleine feine Unterschied

Sonnenmilch

Der Anteil an Wasser ist in Sonnenmilch höher als in Sonnencreme. Das hat den Vorteil, dass Sonnenmilch sich leichter auf der Haut verteilen lässt und auch wesentlich schneller in die Haut einzieht. Auch was die Konsistenz angeht, gibt es einen Unterschied, so ist Sonnenmilch flüssiger als Sonnencreme.

Durch eben diesen hohen Wasseranteil ist Sonnenmilch für jeden Hauttyp geeignet, egal ob trockene Haut, normale Haut, Mischhaut oder fettige Haut.

Sonnencreme

Im Gegensatz zur Sonnenmilch verfügt die Sonnencreme über einen höheren Fettanteil. Dadurch schützt sie die Haut perfekt vor dem Austrocknen. Sonnencreme verfügt über eine festere, cremeartigere Konsistenz als ihre relativ flüssige Kollegin, die Sonnenmilch.

Gerade durch den erhöhten Fettanteil und die etwas festere Konsistenz benötigt die Sonnencreme mehr Zeit, bis sie ganz eingezogen ist und auch das verteilen auf die Haut gestaltet sich bei Sonnencreme im Gegensatz zur Sonnenmilch etwas schwerer und langwieriger.

Aufgrund des hohen Fettanteils eignet sich Sonnencreme hervorragend für zu trockener Haut neigende Sonnenanbeter. Sonnenhungrige mit fetter Haut sollten jedoch lieber zur Sonnenmilch greifen.

Wie man sieht, gibt es bei weitem nicht so viele Unterschiede zwischen Sonnenmilch und Sonnencreme, wie man Anfangs vielleicht vermutet hätte. So ist es lediglich der Wassergehalt, der Fettanteil sowie die Konsistenz, was diese beiden beliebten Sonnenschutz-Produkte unterscheidet.

Nachdem nun die Unterschiede zwischen Sonnenmilch und Sonnencreme geklärt sind, kann es jetzt ans Eingemachte gehen. Genauer gesagt, an die Inhaltsstoffe.

Was ist drin in Sonnenmilch?

Sonnenmilch gehört zur Familie der Sonnenschutz-Produkte. Schon am Wort erkennt man die Aufgabe von Sonnenmilch. Sie schützt vor den negativen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung.

Dass dies nicht ganz ohne chemische Hilfsstoffe geht, ist einleuchtend und an den vielen in der Inhaltsangabe aufgeführten Wirk- und Inhaltsstoffen leicht erkennbar. Doch nicht alle in der Sonnenmilch enthaltenen Stoffe sind chemisch. Es gibt auch noch organische UV-Filterstoffe und mineralische UV-Filterstoffe.

Einige der zahlreichen und unterschiedlichen Inhaltsstoffe von Sonnenmilch sind

  • Wasser
  • Fette
  • Lichtschutzstoffe
  • Antioxidantien
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Glycerin
  • Diacylglycerid
  • Probylenglycol
  • Flavonoide
  • Triacylglycerid sowie
  • Probylenglycol.

Eine unterstützende Wirkung beim Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen haben Vitamin C, Vitamin E und die unterschiedlichen Flavonoide. Auch die Minimierung des Hautkrebsrisikos durch Sonneneinstrahlung gehört zu den Stärken dieser Inhaltsstoffe.

Auch die Lichtschutzmittel auf organischer Basis haben neben dem Schutz der Haut noch eine weitere Aufgabe. Sie schützen auch das Produkt selbst. Die chemisch basierten Lichtschutzmittel sorgen für die Reflektion und Absorbierung der schädlichen UV-A- und UV-B-Strahlung.

Natürlich kann nicht einfach jeder x-beliebige Inhaltsstoff in der Sonnenmilch verwendet werden. Welche Wirkstoffe und Inhaltsstoffe in Sonnenmilch zugelassen sind, ist streng geegelt und zwar in der Kosmetikverordnung. Darin sind alle erlaubten Substanzen aufgeführt. Dies können unter anderem sein:

  • Salze
  • Ethylhexylmethoxycinnamat
  • Benzophenon 3
  • Benzophenon 4
  • Benzophenon 5
  • Octyltriazon
  • Dimethicodiethylbenzalmalonat
  • Polyacrylamidomethylbenzylidencampher
  • und noch viele mehr.

Warum so blass?

Nein, nicht blass. Aber weiß! Jeder kennt es und wohl nur die allerwenigsten mögen den weißen Film, den Sonnenmilch am Anfang der Eincremprozedur auf der Haut entstehen lässt. Und noch weniger wissen, worum es sich bei dem weißen Hautfilm genau handelt.

Die weiße Färbung der Haut während des eincremens mit Sonnenmilch entsteht durch den Lichtschutzstoff. Dieser ist unlöslich und es handelt sich dabei meist um Titandioxid oder auch Zinkoxid. Beide Lichtschutzstoffe, sowohl Zinkoxid wie auch Titandioxid sind mineralische UV-Filter und wirken wie kleine Spiegel auf der Haut, indem sie die auf die Haut treffenden Sonnenstrahlen reflektieren. Der Mensch erkennt das dann als weißen Film auf der Haut, welcher durch hartnäckiges einreiben dann doch unsichtbar wird.

Mineralische UV-Filter haben drei entscheidende Vorteile: sie lösen kaum Allergien aus, ihre schützende Wirkung setzt sofort nach dem Auftragen ein und sie sind chemisch stabil. Das heißt, sie reagieren nicht mit anderen Inhaltsstoffen.

Sonnenmilch gleich Sonnenmilch?

Diese Frage ist schlichtweg mit Ja und Nein, kurz Jein, zu beantworten. Sind die Inhaltsstoffe in den verschiedenen Sonnenmilchen fast identisch, gibt es dennoch Unterschiede. Diese finden sich in der Konsistenz, der Einzieh-Zeit usw.

Was macht eine gute Sonnenmilch aus?

In erster Linie, die Inhaltsstoffe. Diese sollten hochwertig und weitgehend natürlich sein. Die Hauptaufgabe einer Sonnenmilch ist Schutz vor schädlicher UV-A- und UV-B-Strahlung. Dabei sind Duftstoffe und Farbstoffe nicht essentiell. Sie sind ein gut gemeintes Gimmick, welches aber nicht von jeder Haut gutgeheißen wird und so mancher Sonnenanbeter mit einer Allergie darauf reagiert. Aus diesem Grund solle eine gute Sonnenmilch weder Farb- noch Duftstoffe beinhalten. Auch chemische Konservierungsstoffe sollten sich in einer wirklich guten Sonnenmilch nicht finden. Wozu auch? Schließlich soll die Sonnenmilch verwendet werden und nicht 3 lange Jahre als Kunstobjekt in der Wohnung stehen.

Auch die bereits angesprochenen organischen UV-Filter zeichnen eine gute Sonnenmilch aus, stehen sie doch für Schutz ohne allergene chemische Zusätze in diesem Bereich.

Zu guter Letzt gehört auch eine ausführliche und detaillierte Angabe aller Inhalts- und Wirkstoffe zu einer guten Sonnenmilch. Schließlich will der Nutzer wissen, was er da an seine Haut lässt.

Wenn man sich ein klein wenig mit der Materie Sonnenmilch beschäftigt und dazu noch seinen Hauttyp kennt, steht einem angenehmen Sonnenbad ohne Folgen nichts mehr im Wege.