Sonnenöl

Neben Sonnencreme und Sonnenmilch findet sich noch ein weiteres Sonnenschutz-Produkt auf dem Markt: Sonnenöl. Öl als Sonnenschutz? Na klar! Schon Olivenöl hat einen Lichtschutzfaktor von ungefähr 2. Ist man sich dessen bewusst, erscheint es nur logisch, dass industriell hergestelltes Sonnenöl einen weitaus höheren Schutzfaktor haben muss. Aber ist das wirklich so?

Unterschied Sonnencreme – Sonnenöl

braun werden mit sonnenoelJa und Nein. Natürlich hat Sonnenöl einen höheren Lichtschutzfaktor als beispielsweise Olivenöl. Doch reicht der Schutz von Sonnenöl bei weitem nicht an den Sonnenschutz von Sonnencreme heran. Oft jedoch erreicht ein Sonnenöl selbst nur einen Lichtschutzfaktor von max 6 und fällt somit schon fast nicht mehr unter den Begriff Sonnenschutz. So sollten Sonnenöle am besten ausschließlich von bereits gebräunten oder von Haus aus dunkelhäutigen Personen sowie erfahrenen Sonnenbadern verwendet werden. Nicht nur ein Sonnenöl Vergleich allein hat ergeben, dass selbst die seltenen Sonnenöle mit höherem Lichtschutzfaktor nicht an die schützende Wirkung von Sonnenmilch und Sonnencreme heran reichen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die sehr ölige Konsistenz des Sonnenöls die Schutzstoffaufnahme in die Haut unnötig erschwert.

Die Konsistenz von Sonnenöl gleicht wahrhaftig der von Speiseöl und im Gegensatz zu Sonnenmilch oder Sonnencreme ist Sonnenöl fast durchsichtig. Der optische Effekt von Sonnenöl gleicht wiederum der von Speiseöl. Der mit Sonnenöl eingeriebene Körper glänzt verführerisch in der Sonne.

Und genau dieser Glanz ist es, warum viele Menschen trotz der niedrigen Schutzwirkung zu Sonnenöl greifen. Aus Eitelkeit. So gibt es für viele doch nichts Schöneres, als einen glänzenden Körper am Strand, der sich im wohlig warmen Sonnenlicht räkelt. Genau in diesem Glanz liegt ein weiteres Geheimnis des Sonnenöls. Das Geheimnis der schnelleren Bräunung.

Sonnenöl oder Selbstbräuner?

Genau in diesem Glanz liegt ein weiteres Geheimnis des Sonnenöls. Das Geheimnis der schnelleren Bräunung. Ja, Sie haben richtig gelesen, durch Sonnenöl wird der Körper schneller braun. Warum das so ist?

Nicht durch den niedrigen bzw. kaum vorhandenen Lichtschutzfaktor. Dieser ist lediglich für die Rötung der Haut oder gar einen Sonnenbrand verantwortlich. Das rasche Braun werde mit Sonnenöl liegt tatsächlich am Glanz, welchen das Sonnenöl verursacht.

Durch diesen Glanz werden Sonnenstrahlen reflektiert und die Bräunung verstärkt. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um den gleichen Effekt wie mit Wasser. Auf oder im Wasser wird man wesentlich schneller Braun als an Land. Auch dabei geschieht dies schlicht und ergreifend durch die vom Wasser reflektierten Sonnenstrahlen.

Ein weiterer Vorteil von Sonnenöl ist die sehr hohe pflegende Wirkung. So legt sich das Sonnenöl wie ein hauchdünner Film auf die Haut des Sonnenanbeters und schützt sie so vor dem Austrocknen.

Nichtsdestotrotz ist auch bei der Verwendung von Sonnenöl auf den Hauttyp zu achten. Ein sehr heller Hauttyp wird mit Sonnenöl keine Freude haben und schon bald über einen Sonnenbrand klagen. Nach einem Aufenthalt im Wasser sollte man das Sonnenöl erneut auftragen, um einen Schutz vor den schädlichen UV-Strahlen auch weiterhin zu gewähren. Auch die Dauer des Aufenthalts in der Sonne sollte beachtet werden. Je länger man sich in der Sonne aufhalten möchte, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des verwendeten Sonnenschutzes sein.

Bräunungsöl oder auch Selbstbräuner genannt, verfügt hingegen über keinen Lichtschutzfaktor. Trägt man Selbstbräuner auf, wird man zwar schneller braun, jedoch wird die Haut nicht geschützt.

Unser Tipp: Greifen Sie lieber zum Sonnenöl. Es ist zwar nicht ganz so effektiv wie das Bräunungsöl, jedoch schützt es Ihre Haut vor UVA und UVB Strahlung.

Beachtet man diese Hinweise und frönt mit dem Sonnenöl bzw. dem Selbstbräuner nicht nur der Eitelkeit, steht einem gesundem und erquickendem Sonnenbad nichts im Wege.