Sonnenspray

Wer kennt es nicht, das umständliche auftragen von Sonnencreme oder aus der Tube auf die Haut. Einmal angefangen werden die Finger immer glitschiger durch den cremigen Sonnenschutz und es wird dadurch immer schwieriger, die Tube fest in der Hand zu halten und den schützenden Inhalt aus ihr herauszudrücken. So kann man die unterschiedlichsten Typen der „Tubendrücker“ beobachten und ihre die Spannweite reicht vom Handabwischer bis hin zum Akrobaten.

braeunen-mit-sonnensprayDer Handabwischer wischt sich vor jedem erneuten Tubendrücken die Hände am Handtuch ab, was zwar hilftreich ist, jedoch auch zeitraubend. Das eincremen wird so zur Geduldsprobe. Der Akrobat hingegen hält nichts vom zwischenzeitlichen Hände säubern, sondern verhilft sich durch den Einsatz der Füße zum sicheren Halt der Sonnencreme-Tube. Eingespreizt zwischen beiden Füßen findet die Tube halt und entlässt ihren Inhalt schon bei leichtem Druck in die Freiheit. Dem Eincreme-Spaß steht so nichts mehr im Wege, auch wenn diese Art des Tubendrückens doch recht gewöhnungsbedürftig aussieht und sicherlich für einige Lacher sorgt.

Sonnencreme Pump- und Aerosolsprays

Seit einiger Zeit findet sich eine weitaus elegantere Lösung für dieses flutschige Problem auf dem Markt: Sonnensprays. Diese praktischen Pumpsprüh- oder auch Aerosolflaschen versprechen ein Eincremen ganz ohne aus den Fingern gleitende Tuben und verzweifelten Gesichtern. Einfach auf den Pump- oder Sprühmechanismus drücken und los gehts. Und so einfach wie es klingt, ist es auch.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die Tatsache, dass die Sonnencreme in den Sprüh- und Pumpflaschen über eine flüssigere Konsistenz verfügen muss als ihre Kollegen in der Tube. Somit zeigt sich bei Sonnensprays nicht nur das entleeren der Packung, sondern auch das auftragen auf die Haut als ungemein einfacher. Schließlich zieht ein flüssigeres Produkt auch schneller und einfacher in die Haut ein. Was auch ein schnelleres verschwinden des unbeliebten weißen Films der Sonnencremes mit sich bringt.

Bei diesem weißlichen Film handelt es sich um die mineralischen Bestandteile der Sonnencreme, welche sich wie ein Spiegel auf die Haut legen und die Sonnenstrahlen reflektieren. So praktisch und nützlich dieser Effekt ist, so unmöglich sieht er auf der Haut aus. Weiß, wie frisch gekalkt sieht der unerfahrene Sonnencreme-Nutzer mit dem auf seiner Haut liegenden weißen Films aus, doch mit etwas Geduld und vielen Reibebewegungen verschwindet auch der hartnäckigste Weiß-Film irgendwann.

Auch der oft erlebte „Eis-Effekt“, also das kalte Gefühl beim Auftragen der Sonnencreme bleibt mit Sonnensprays oft aus oder wird zumindest als nicht so schlimm empfunden und auch die Trocknungszeit ist gegenüber der Tubencremes um einiges kürzer.

Richtige Benutzung von Sonnensprays

Wichtig zu beachten bei Sonnensprays ist jedoch, sich nicht direkt ins Gesicht zu sprühen. Besser ist das Sprühen auf die Hand, um die Sonnencreme dann mit den Händen vorsichtig im Gesicht zu verteilen. Die Erklärung ist simpel: Durch den Sprüh-Effekt wird die Sonnencreme in winzig kleine Partikel zerstäubt, welche beim direkten sprühen ins Gesicht eingeatmet werden können. Da es sich selbst bei der natürlichsten Sonnencreme um kein vollkommenes Naturprodukt handelt, liegt nahe, dass das Einatmen von Sonnenspray nicht gesund sein kann.

Werden zudem noch Lichtschutzfaktor und Hauttyp beachtet, steht einem ausgiebigen Sonnenbad nichts im Wege.